Donnerstag, 24. März 2016

Platt, platter, Platten

Flapp, flapp, flapp...- ich schaue verdutzt.
Mein erster Gedanke: "Flapp, flapp, flapp... ist gar nicht gut."
Ich drehe mich um, blicke nach hinten unten und kann zunächst nicht erkennen, warum mein Rad so komische Geräusche macht. Ein Griff später und alles ist klar. Mein Hinterrad hat einen Platten.

Mein super-mega-unkaputtbarer-Marathon-Tour-Plus Reifen ist beinahe luftleer.




Gerade jetzt in dieser Woche, wo ich auf meinen Zweirad angewiesen bin, macht es schlapp. Aargh!
Nun ja, wir werden nicht drum rumkommen. Hinterrad ausgebaut und Reifen in einem kleinen Gewaltakt abgezogen: Dieser ist unauffällig- alles ok.

Schlauch wieder etwas aufgepumpt und schon mit dem bloßen Auge konnte man das Loch einwandfrei identifizieren. Der Eimertest bestätigte was ich eh schon wußte: Ein dickes Loch, sieht aus als wäre der Schlauch an der Stelle gerissen.
Man muss dem ihm jedoch wirklich zu gute Halten, dass er beinahe 8 Jahre seine Dienste getan hat, da darf man auch mal porös werden und Luft verlieren.

Wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als das gute Stück provisorisch herzurichten und zu flicken. Nach den Ferien wird ein neuer Schlauch besorgt. Da ich täglich mein Rad brauche, will ich da nicht herumexperimentieren. Geflickt ist geflickt, neu ist neu- basta.


Bis alles wieder repariert und zusammengebaut ist, wird wohl der alte Klepper das Rad meines Mannes als Ersatzrad herhalten müssen. In der Küche steht brav das zerlegte Hinterrad als "daily reminder" sozusagen. Geblieben ist die Erkenntnis, dass auch ein vermeintlich pannensicherer Reifen wohl auch nur so unplattbar ist, wie sein Schlauch.

...btw. ist die Kassette wohl auch hinüber...

Donnerstag, 25. Februar 2016

Kaiserwetter für Radfahrer

Ja, es ist kalt und windig, aber trocken und: die Sonne scheint! Was liegt da näher, als den freien Tag für eine Radtour zu nutzen?

Vor unserer Haustür verläuft das oberrheinische Stück des Rheinradwanderweges, dem wir ein paar Kilometer nach Norden folgen werden. Wir sind so gut wie allein unterwegs und bis auf 4 Rennradfahrer begegnen wir niemandem hier draußen.
Zugegebenermassen ist das kurze Stück durch die kleine Hafenanlagen in Wörth am Rhein nicht gerade berauschend. Hat man diese aber hinter sich gelassen, ist es hier wirklich wunderschön. Doch seht selbst.


Nichts los auf dem Damm...

Da lässt sich mein Drahtesel auch gut in Szene setzen.

Mitten in den Rheinauen nistet ein Storchenpaar

Old-style bike vs. Pedelec

Blick über den Damm bis hin zu unserem wunderschönen Pfälzer Wald

               




Bis hierher bläst uns ein eisiger Wind entgegen, der uns langsam aber sicher auskühlen lässt. Sobald die Sonne hinter den Wolken hervorkommt, merkt man aber sofort, wie die wenigen Sonnenstrahlen uns das Gesicht wärmen- nicht übermäßig, aber es reicht.

Über die B9

Um in das nächste Dorf auf unserer Runde zu gelangen, müssen wir über die B9. Dorthin führt uns ein offiziell ausgewiesener Radweg, der sich jedoch immer mehr in einen Singletrail verwandelt. Wurzelwerk, Sand, nasses Gras, vom breiten Feldweg, bis hin zu schmalen Furchen, es ist alles dabei. Irgendwann enden wir dann in einem Kiefernwäldchen. Wir wissen sofort, dass wir wieder hierher kommen werden, dann allerdings mit den Mountainbikes- Hammerabfahrten!!
Für den Moment bin ich jedoch ganz froh, nicht mehr meine alten Schwalbe Marathon Supreme auf den Felgen zu haben. Da der Marathon Tour Plus deutlich mehr Profil aufweist und mehr Grip hat (zugegebenermaßen, wäre weniger auch fast nicht möglich), komme ich auch in diesem Terrain gut voran.


Irgendwie verwandelten sich die Wege so langsam aber sicher in Singletrails




















Irgendwann ging es wieder durch den Wald zurück
Nach knapp 45km rollen wir durch den Wald zurück in Richtung Heimat, und lassen uns mit etwas Rückenwind die restlichen 4km nach Hause schieben. Für alle die es interessiert: Mein Sattel ist noch nicht ganz eingefahren, hat mich jedoch nicht im Stich gelassen und war überraschenderweise sehr bequem.
Einzig meine Kassette macht Sorgen, deshalb werde ich wohl in den nächsten Wochen mein gutes Stück in die "Werkstatt" fahren, damit mal wieder alles durchgecheckt wird.

Strecke: ca. 49km

Samstag, 20. Februar 2016

Der Allwetterfahrer

Während bei Sonnenschein, blauem Himmel und angenehmen Temperaturen viele mit dem Zweirad unterwegs sind, so wird man bei Regen, Sturm und tieferen Temperaturen von den Automobilisten mitleidig angeschaut. Ich nenne diesen Radfahrer-Typ: "Allwetterfahrer".

Dick eingepackt in Regenjacke und -hose, mit Regenhaube auf dem Helm und dickeren Handschuhen  radle ich durch unser Dorf zum Kindergarten, oder in die Nachbarstadt zur Logopädie und in den Turnverein.

Und während ich so ein wenig vor mich hinschimpfe, weil der Wind mal wieder von vorne kommt, fällt mir auf, dass ich nicht alleine bin. Da, wieder so ein Allwetterradler! Die, die sich trotz dem miesen Wetter in den Sattel schwingen. Die, die mich nicht kopfschüttelnd anschauen, sondern die Hand zum Gruß heben, oder mir anerkennend zunicken.
Es gibt sie also doch, diese kleine verschworene Gemeinde von Allwetterradlern, die sich zwar nicht kennen, aber doch irgendwie zusammenhalten.

Freitag, 19. Februar 2016

Blockiert

Als Autofahrer gebe ich zu: Ja, es ist schon verlockend hier schnell zu halten, um beim Bäcker etwas zu holen, der nur ein paar Meter weiter eine Filiale hat.
Als Fahrradfahrer ärgere ich mich maßlos über solche Ignoranten, die die ausgewiesene Fahrradspur als Parkplatz missbrauchen, obwohl nur eine Kurve weiter zahlreiche Parkplätze zur Verfügung stehen.

Muss das denn sein?

Montag, 25. Januar 2016

Sonnenschein!

Bei dem herrlichen Wetter musste ich einfach nochmal eine kleine Runde drehen, gemeinsam mit dem Nachwuchs.


Unsere Drahtesel waren schnell startklar und so sind wir ein kurzes Stück auf dem Rheinradwanderweg entlang gefahren, immer der Sonne entgegen. Frische Luft, nichts los nur jede Menge Sonnenschein. Einfach  herrlich!

... und wir.
Unsere beiden Cubes...

Sonntag, 24. Januar 2016

Neuer Gepäckkorb- früher und heute

Ursprünglich haben wir nach einem Gepäckkorb für das Kinderfahrrad gesucht, zum Transport des Schulranzen und/oder der Sporttasche.

Bereits vor gut 20 Jahren begleitete mich mein Schulranzen oder Rucksack hinten auf dem Gepäckträger überall hin. Damals bestand die einzige Möglichkeit, das Ding zu befestigen, aus einem Schnellspanner und dem Festklemmen mittels der Federklappe. Das Resultat war schon Mitte d er 1990er ernüchternd, denn häufig rutschte alles herunter und landete im Dreck oder vor dem Fahrrad eines Klassenkameraden.

Auch der gewünschte und vom Osterhasen gelieferte "Picknickkorb" brachte keine wesentlichen Verbesserungen mit sich: er war zu schmal, und der Schnellspanner hinterließ hässliche Spuren an meinem Schulranzen.

Die Fahrradkorbindustrie hat sich überraschenderweise in der Zwischenzeit etwas einfallen lassen, damit ich meinem Nachwuchs mein Dilemma von damals ersparen kann: Den Gepäckkorb BASIL CLASS :

Mein Cube mit dem neuen BASIL CLASS. Windschnittig ist anders, aber brutal praktisch.

Ja, ich gebe zu, es gibt designtechnisch schönere Fahrradkörbe, den mit den Blumen hätte ich auch gerne gehabt. Aber das Teil ist genial, inklusive abnehmbarem Befestigungsgurt und Reflektorstreifen.

Zunächst sitzt es bombenfest auf dem Gepäckträger (und dabei habe ich alle mitgelieferten Schrauben, Muttern, Abstandshalter und Unterlegscheiben gar nicht verwendet!) und es passt tatsächlich nicht nur der Schulranzen hinein, sondern auch noch der Sportbeutel. Probehalber wollte ich ihn zum Einkaufen testen und war wirklich überrascht, wie groß das Volumen ist. In der Tragetasche ist der gesamte Einkauf für ein Wochenende: Milch, Obst, Käse, Eier, Gemüse, etwas Süßes und ein bisschen Kleinkram, außerdem liegt noch mein großes Fahrradschloß neben dran.

Eine 25€- Investition, die sich gelohnt hat. So wie es aussieht, wird der Sprössling- sobald das Fahrrad umgebaut wurde- sich auf den Korb freuen dürfen. Endlich eine sichere Transportmöglichkeit für den schweren Ranzen!

Freitag, 1. Januar 2016

Brooks B17 Imperial

Er ist da- mein neuer Sattel! Ein niegelnagel neuer Brooks im Rohzustand! Der legendäre B17 in der Ausführung Imperial. Manche sagen, dass ist nur ein Sattel, für mich ist das mehr. Für mich ist das ein Stück Fahrradgeschichte, ein Stück richtiges Handwerk, ein Stück Naturprodukt und etwas, dass nur besser werden kann.
Seit über 100 Jahre findet sich dieser Sattel in den Katalogen von Brooks und auf unzähligen Fahrrädern wieder. Seit heute darf ich ihn auch mein Eigen nennen und mich in die schier unendliche Zahl von Brooks Sattelbesitzern einreihen!
Was mein Allerwertester dazu sagt? Nun, das werden wir wohl erst auf den nächsten zig Kilometern erfahren.